Feedback
Empfehlen

Alumni im Gespräch 2015

Zu den Berichten der Standort-Veranstaltungen:

Austausch mit Alumni - Vorträge zu Berufsbildern von Chemikern

Referententrio (v.l.n.r.) Michelle Weber, Jörg Braun, Alina Schneider

Idstein (jk) Das ALUMNI NETWORK und der Fachbereich Chemie & Biologie freuten sich, dass Anfang Oktober drei Ehemalige zu Besuch waren und für Schüler und Studierende über ihren Berufsalltag referierten und spannende Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche boten.

So berichtete Michelle Weber, die 2011 als Diplom-Ingenieurin in Chemie abschloss, dass der Einstieg bei Procter & Gamble (P&G) für sie genau das Richtige war. Ihr war es wichtig, direkt in ein großes Unternehmen einzusteigen und viel Erfahrung zu sammeln. Neben dem bekannten Markennamen Pampers war auch der unbefristete Arbeitsvertrag und ein sehr gutes Gehalt nach dem vierjährigen Studium für sie entscheidend: „Mein Kopf war voll - aber mein Geldbeutel war leer“. Den daran anschließenden Erfolg hat sie allein ihrer Eigeninitiative zu verdanken: Sie hat durch eine Informationsveranstaltung der Hochschule Fresenius von dem Karriereplan bei Procter & Gamble erfahren und sprach den Referenten im Anschluss danach an. So führte der Weg von dem ersten Gespräch zu einer Einladung ins Unternehmen und hin zu einer direkten Zusage für den Job. „Alles innerhalb von drei Tagen, so kann’s gehen!“, erzählt Weber. Der geeignete Einstieg für Absolventen der Hochschule Fresenius liegt vor allem im Bereich Rohmaterial und Analytik der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Michelle Weber war in der Abteilung Produktentwicklung tätig und bekam dort viele Aufgaben, die zwar nicht mehr viel mit ihrem Studium zu tun hatten, aber dafür neue spannende Bereiche umfassten, wie Konsumentenstudien und die Kommunikation mit Werken und Forschern weltweit. Dennoch entschied sich Michelle Weber nach drei Jahren gegen den sicheren Job bei P&G und für ihre berufliche Weiterentwicklung. Denn trotz des guten Gehalts und der familiären Arbeitsatmosphäre waren die Aufstiegschancen für FH-Absolventen sehr gering. Heute hat sie sich wieder ganz der Chemie verschrieben und promoviert an der Universität Tübingen. Sie empfiehlt den Studierenden, dass man so viel Wissen und Erfahrung wie möglich aus dem ersten Job mitnehmen sollte, da man nie im Voraus wisse, wohin es einen mal verschlägt.

Alina Schneider stieg nach ihrem Bachelorabschluss und anschließendem Master-Studium in Bio- and Pharmaceutical Analysis an der Hochschule Fresenius direkt als Prüfleiterin bei Umforana ein, einem Labor für Umweltanalytik und Auftragsforschung. Für sie war es wesentlich ihr Fachwissen sofort einsetzen zu können und so freute sie sich über die Zusage bei einem mittelständischen Unternehmen. „Mir war es wichtig, einen Job zu haben, bei dem ich jeden Tag mit der Chemie zu tun habe, die Hochschule hat mir dafür sehr gute Grundlagen mitgegeben“. Zu ihren Tätigkeiten gehören unter anderem die Freigabe der Prüfergebnisse aus den Prüfbereichen der Chromatographie, ASS, Nasschemie und Spektroskopie, die Einhaltung der Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie die fristgerechte Ausführung von Prüfaufträgen. Sie gab den Studierenden den Rat, sich nicht vor neuen Aufgaben, zu fürchten: „Viele rieten mir damals, dass ich zu einem großem Unternehmen gehen sollte, aber ich entschied mich für ein kleines Unternehmen und bekam direkt viel Verantwortung.“ Heute stellt sie den reibungslosen Ablauf von Kundenaufträgen sicher und übernimmt die Verantwortung sowohl für das Projekt als auch für ihre Mitarbeiter, die sie regelmäßig schult.

Jörg Braun absolvierte 1996 als Chemie Diplom-Ingenieur und stieg zunächst bei Boehringer-Ingelheim als Technischer Assistent ein. Nach  seiner Beschäftigung bei Siemens-Axiva Frankfurt, wo er als Qualifizierungsingenieur tätig war, kam Jörg Braun als Referent der Qualitätssicherung im Risikomanagement nach Ingelheim zurück und machte als Business Process Excellence Senior Manager (BPEM) Karriere. „Mich wieder bei Boehringer zu bewerben, hätte auch erfolglos sein können“, erzählt Braun, „aber die Erfahrung bei Siemens und der Blick über den Tellerrand waren für Boehringer entscheidend, mir diese Stelle zu geben.“ Braun betonte, dass man stets auf seine Bedürfnisse achten sollte. Die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts ist seiner Meinung nach nicht nur für die sprachliche und kulturelle Kompetenz nützlich, sondern bringt einen auch persönlich weiter. Für ihn war es lange Zeit spannend für Siemens international zu arbeiten und 38 Wochen im Jahr unterwegs zu sein. Doch irgendwann forderten ihn die Aufgaben nicht mehr genug und mit dem Gründen einer Familie bekamen andere Dinge Priorität. „Bedürfnisse ändern sich!“, hebt Braun hervor. Heute überprüft und optimiert Braun den Ablauf ganzer Prozessketten und stellt die Prozessqualität in Six-Sigma-Projekten sicher.

Alle drei Referenten sind sich einig, dass der erste Job dafür da ist, um sich auszuprobieren und so viel neues Wissen wie möglich anzuhäufen. Darüber hinaus empfiehlt Braun bereits während des Studiums IT- und BWL-Kenntnisse zu erwerben. „Die Vertiefung in den Bereichen erleichtert den Berufseinstieg“. Studierende sollten sich vor allem über ihre fachlichen Kenntnisse hinaus auf ihre Soft-Skills konzentrieren, denn Empathie und Kommunikation sind das A und O in leitenden Positionen.

Nach den drei Kurzvorträgen hatten die Studierenden und Schüler reichlich Zeit, um sich mit den Referenten über Praktika und ihre beruflichen Pläne zu unterhalten. Das ALUMNI NETWORK lädt regelmäßig und nach Bedarf zur Informationsveranstaltung „Austausch mit Alumni“ ein. In lockerer Runde wurde auch diesmal die Gelegenheit genutzt, um Kontakte zu knüpfen, Insiderwissen zu erhalten und mit Kommilitonen anderer Studiengänge in geselliger Runde zusammenzukommen.

Wie geht's nach dem Abschluss weiter: Ehemalige berichten

Zu „Austausch mit Alumni“ des ALUMNI NETWORK, dem Erfahrungsaustausch zwischen Ehemaligen und Studierenden, freuten sich Kathrin Janisch, Verantwortliche des ALUMNI NETWORK und Prof. Dr. Andreas Homburg, Studiendekan am Fachbereich Wirtschaft & Medien,  dieses Mal vier ehemalige Wirtschaftspsychologiestudentinnen begrüßen zu können.

In lockerer Runde berichteten die Alumnae Lisa Berger, Kerstin Lenz, Cathrine Puttkammer und Helena Ullrich von ihren beruflichen Erfahrungen – aus der Managementberatung, klassischer Personalarbeit, Unternehmensberatung bis hin zu Masterstudium.

Alle vier rieten den Studierenden, während des Studiums unbedingt Praxiserfahrung zu sammeln. Solche in Form von Praktika vorweisen zu können sei im Bewerbungsprozess von großem Vorteil. Auch aus heutiger Sicht als Berufspraktiker könnten sie das nur unterstreichen.

Wichtig beim Absolvieren von Praktika sei auch, Engagement und Interesse zu zeigen, „nach links und rechts schauen“ und dabei in Austausch mit Kollegen anderer Bereiche zu gehen. Darüber hinaus würden Praktika auch helfen, sich klar(er) darüber zu werden, welche Richtung man nach dem Studium einschlagen möchte. Dieses Sich-Ausprobieren sei sehr wertvoll. Außerdem sollten Praktika unbedingt zum Auf- und Ausbau eines eigenen Netzwerks genutzt werden. Kontakte zu knüpfen und zu halten, um sie später zu aktivieren sei sehr wichtig und viel wert. Auch auf Jobmessen ließen sich gut Kontakte knüpfen.

Ein weiterer Ratschlag der Alumnae lautete, sich unbedingt initiativ auf Praktikumsplätze zu bewerben und das vor allem auch in kleineren und mittelständischen Unternehmen. Dort hätte man oft gute Chancen auf einen Platz und könne außerdem „hands on“ mitarbeiten und viel lernen.

Auch über das Thema Masterstudium wurde gesprochen. Letztlich sei die Entscheidung nach einem „wann“ und „welches“ eine individuelle. Aus eigener Erfahrung könnten zwei Alumnae jedoch den Master erst nach einiger Zeit im Beruf empfehlen. Zu diesem Zeitpunkt hätte man sich und seine beruflichen Ziele besser im Blick und könne den Masterstudiengang somit zielgerichteter auswählen. Eine generelle Notwendigkeit eines Masterstudiums sehen alle vier aber nicht. Es käme immer auf die eigenen Ziele und die Anforderungen bestimmter Stellen an.

Im Anschluss an die sehr aufschlussreichen Erfahrungsberichte nutzen die Studenten die Gelegenheit, sich noch lange mit den Alumnae auszutauschen und berufliche Kontakte zu knüpfen. Summa summarum eine sehr gelungene Veranstaltung!

Der Ratschlag der vier Alumnae, sich frühzeitig um Praktika zu kümmern und zu vernetzen kann im Herbst auf dem hochschulinternen Career Day sehr gut in die Tat umgesetzt werden. Weitere Informationen bietet das Competence Center Career Services.

„Wie geht es nach dem Abschluss weiter? Was wollen Personaler von den Bewerbern hören?“

„Wie geht es nach dem Abschluss weiter? Welche Berufe gibt es im Personal- und Recruiting-Bereich? Was wollen Personaler von den Bewerbern hören?“ Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich Studierende und Alumni Ende Mai beim Erfahrungsaustausch der Hochschule Fresenius in Köln.

Drei Ehemalige waren eingeladen, um den Studierenden über den Berufsalltag in der Personalbranche zu berichten. Die Personaler gaben den Studierenden außerdem wichtige Tipps, worauf es bei Bewerbungsunterlagen und im Bewerbungs-
gespräch ankommt.

Rund 70 Studierende besuchten die Veranstaltung. Ludwig Fresenius, Schirmherr des ALUMNI NETWORK, war auch mit dabei und freute sich sehr über das hohe Interesse des wissenschaftlichen Nachwuchses.

 

 

Die Vorträge

Martina Töpfer

  • Martina Töpfer erklärte, dass schon allein die Körpersprache wichtig ist. Also lernte sie das Gestikulieren in Rom. „Wenn nicht hier, wo denn dann?“, so Frau Töpfer.
  • 2013 absolvierte sie erfolgreich ihr Business Psychology Studium an der Hochschule Fresenius und machte sich dann selbstständig.
  • Schon neben dem Studium sammelte die Alumna durch Praktika und Studentenjobs viele Erfahrungen im Personal- und Coaching-Bereich. Daher riet sie den Studierenden, sich bei der Berufswahl Zeit zu nehmen.
  • Eine persönlich schlechte Erfahrung beim Bewerbungsgespräch veranlasste Martina Töpfer dazu, Coachings zu geben und bei der Personalauswahl zu unterstützen.
  • Ihre Coachings führt sie für Studierende aber auch für Berufserfahrene durch und wählt Bewerber für Firmenkunden aus.
  • Um von sich Reden zu machen, riet sie den Studierenden, viele Netzwerk-Veranstaltungen zu besuchen und (Abschluss-)arbeiten zu veröffentlichen.

 

Julia Pieper

  • Julia Pieper wählte die Schwerpunkte Personal und Organisationspsychologie in ihrem Business Psychology Studium.
  • 2011 wurde die Alumna über das Absolventenbuch der Hochschule Fresenius von Michael Page akquiriert und riet: „Tragt euch alle in das Absolventenbuch ein.“
  • Bei Michael Page bekam sie Einblicke in verschiedene Personalberatungsfirmen.
  • Jetzt arbeitet Julia Pieper als Research Consultant bei Goodman Masson in Düsseldorf und rekrutiert Führungskräfte im Finance-Bereich.
  • Ihre Hauptaufgabe ist das Recruiting von Kandidaten und die Vorauswahl zur Übergabe an Beratung/Sales.
  • Über ihren Beruf sagt Julia Pieper: „Mein Job macht mir so viel Spaß, weil ich viele spannende Geschichten höre. Dass ich mittlerweile Führungskräften Karrieretipps geben kann, macht mich besonders stolz.“

 

Robert Mummert

  • Robert Mummert gab ganz ehrlich zu: „Beim Asienaufenthalt als Hotelfachmann stellte ich fest, mir macht der Job keinen Spaß und ich will etwas mit Personal machen. Das habe ich gegoogelt und kam so zum Wirtschaftspsychologie-Studium an der Hochschule Fresenius.
  • Der Alumnus musste bei einem früheren Arbeitgeber Personal entlassen und auch die Personalvermittlung sei ein hartes Geschäft, aber man knüpfe viele Kontakte, berichtete er.
  • Robert Mummert ging auf das Thema Netzwerken ein. Seine Meinung: „Networken ist gar nicht so leicht, aber das kommt mit dem Erfolg.“
  • Er sagt über sich: „Ich wurde aus 145 Bewerbern bei der DHL ausgewählt. Ich gehe davon aus, der Beste von allen war ich nicht, aber ich blieb scheinbar im Kopf.“ Daher riet er den Studierenden, ruhig mal nach der Bewerbung anzurufen und seinen Namen zu platzieren.
  • Auch bestätigte er als Personaler den guten Ruf der Hochschule Fresenius: „Absolventen der Hochschule Fresenius sind gern gesehen.“
  • Als Personalreferent bei der DHL verantwortet er die Personalauswahl und -entwicklung von 300 Mitarbeitern in Europa.

 

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Berufserfahrung der Referenten bekamen die Studierenden einen umfassenden Einblick in die Personalbranche.

Im Anschluss an die Vorträge nutzen die Studierenden die Gelegenheit, um zahlreiche Fragen zu stellen. Zum Beispiel ging es um die Notwendigkeit eines Masters für die Karriere. Die Antworten der Referenten fielen unterschiedlich aus, da es immer auf das Ziel und das Unternehmen ankommt. Auch die Bewerbung war ein Thema. Die Studierenden fragten die Personaler, wie man sich interessant machen kann und bekamen hilfreiche Tipps aus erster Hand.

Nach der Veranstaltung wurden bei Snacks und Getränken die Themen in persönlichen Gesprächen vertieft.

„Praktika, Praktika, Praktika“: Alumni der Hochschule Fresenius München geben Studierenden Tipps zum Berufseinstieg

München (dh) – Wie geht es nach dem Studium weiter? Was sollte ich während meiner Studienzeit  beachten? Und was erwartet mich während der Bewerbungsphase? Diese und weitere Fragen beantworteten vier Alumni der Hochschule Fresenius München am 9. Juni 2015 beim „Alumni-Erfahrungsaustausch“. Sie stellten ihre Werdegänge vor und gaben den Studierenden viele Tipps zum Thema Berufseinstieg.

Absolventin Inken Boenstedt hat 2013 an der Hochschule Fresenius München ihr Bachelor-Studium der Wirtschaftspsychologie erfolgreich abgeschlossen. Während ihres Studiums  bemühte sie sich bereits um zusätzliche praktische Erfahrungen und arbeitete als Werkstudentin bei Kienbaum Executive Consultants. Nach dieser Station führte der Weg für sie über ein Praktikum bei der BMW Group in München in die USA zu Designworks. Heute ist Inken Boenstedt Beraterin im Bereich Human Capital Advisory Services bei der Deloitte Consulting GmbH.
„Es ist wichtig, früh herauszufinden, in welche Richtung man gehen möchte, um Praktika zu machen, die einen wirklich weiterbringen“, so der Tipp von Inken Boenstedt. Sie empfahl den Studierenden außerdem, sich frühzeitig ein Netzwerk aufzubauen.

„Es sollte nicht das Ziel sein, sein Studium so schnell wie möglich erfolgreich durchzuziehen.“ Über ein paar Umwege, die sie unter anderem in die USA führten, kam Verena von Dressler zur Hochschule Fresenius in München. Heute ist die erfolgreiche Betriebswirtin im Talent, Leadership und Organisationsteam bei Nokia Solutions and Networks tätig und verantwortet weltweit sämtliche Traineeprogramme. „Ich dachte immer, es sei wichtig, dass ich mein Studium schnell durchzuziehe und dass für praktische Erfahrung nach meinem Abschluss noch genug Zeit ist“, so Verena von Dressler. Doch sie wurde eines Besseren belehrt. Denn die „Faire company rule“, die es nicht erlaubt, dass Absolventen Praktika absolvieren, machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Doch mithilfe ihres persönlichen Networks schaffte sie den Berufseinstieg und fühlt sich heute in ihrem Job angekommen. Als Profi im Bereich HR rät sie den Studierenden, eigene Jobkriterien zu definieren. Jeder legt auf andere Dinge im Job wert: So ist für den einen das Gehalt das wichtigste und für den anderen die Unternehmenskultur oder das Arbeitsumfeld.

„Ich mache irgendwas mit Medien“. Dieser Spruch ist schon fast bezeichnend für den Job von Marie-Christin Preschl.
Sie ist Social Media Managerin bei der CHIP Digital GmbH. Diese Position ist noch so neu, dass es keine einheitliche Definition ihres Arbeitsbereiches gibt. Während ältere Semester nicht wissen, was ein Social Media Manager so alles tut, kann sich Marie-Christin nichts Besseres vorstellen. Schnittstellenmanagement, Posten, eigene Berichte Verfassen, Wettbewerbsvergleich und Trendanalysen - das ist genau die Welt von Marie-Christin Preschl. Während ihrer Studienzeit hat sie sich um Praktika und Werkstudentenstellen gekümmert und nach ihrem Abschluss in einer Agentur gearbeitet. „Denn was einem persönlich gefällt, findet man am leichtesten heraus, wenn man es einfach ausprobiert,“ riet sie den Studierenden.
Marie-Christin-Preschl hatte gleich eine ganze Liste von Tipps für die Studierenden parat:
•    Ein Auslandssemester ist nie verkehrt!
•    Verkauf dich nicht unter Wert!
•    Praktika, Praktika, Praktika!

Und dabei sollte man sich die Frage stellen, wo man hinmöchte und ob man dafür noch weitere Ausbildungen, wie beispielsweise einen Master benötigt, oder ob nicht praktische Erfahrungen wichtiger sind.

„Für mich war der Master genau die richtige Entscheidung“. Christina Elisabeth Vogt entschied sich nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium dafür, zusätzlich noch ein Master-Studium zu absolvieren. „Für mich war das damals genau die richtige Entscheidung, da ich mich dadurch spezialisieren konnte“. Sie weiß von ihrem Vorgesetzten, dass ihr Masterabschluss im Fach Business Psychologie genau der Nischenfaktor war, der sie für ihren aktuellen Job bei der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG als Online Marketing Managerin qualifizierte. Neben viel Praxis- und Auslandserfahrung sei allerdings das persönliche Netzwerk auch sehr wichtig, betonte die Alumna Christina Elisabeth Vogt bestätigt, dass die Branchen doch kleiner sind, als man manchmal meint. Es ist immer gut, Kontakte zu haben: „Netzwerke sind alles!“.

Bei Snacks und Getränken nutzten die Studierenden die Gelegenheit, den Alumni Fragen zu stellen und erste Kontakte für einen Jobeinstieg zu knüpfen.
„Hier konnte jeder etwas für sich und seine Zukunft mitnehmen. Eine rundum gelungene Veranstaltung“, so das Fazit von Martin Kempa, Alumni-Beauftragter der Hochschule Fresenius München.

„Wie geht es weiter nach dem Abschluss“ – ALUMNI NETWORK Erfahrungsaustausch in Hamburg

Sebastian Pioch (links) und die Alumni der Hochschule Fresenius Hamburg.
Ludwig Fresenius, Marie Theisen, Janina Lange, Kathrin Janisch

 

Fachbereich Wirtschaft & Medien

Hamburg (kr) - Die Alumni Maximilian Moser (Ernst & Young GmbH), Bernd Kruschewski (Montblanc), Fabian Mellin (moovin Immobilien GmbH), Kristin Sophie Albrecht (Todt und Partner), Lena Rooney (a. hartrodt GmbH & Co.  KG) sowie Nina Galler und Nadja Mink (beide Cut-e) folgten der Einladung ihrer Alma Matar und besuchten am 28. Mai 2015 die Hochschule Fresenius Hamburg. Im Rahmen des vom Alumni Network organisierten Erfahrungsaustausches fanden sich die Berufstätigen nach Feierabend im Audimax ein, um den eingeschriebenen Studierenden von ihren persönlichen Erfahrungen zu berichten.

In Kurzvorträgen schilderten die Ehemaligen zunächst, was sie studiert haben, wie sich ihr Berufseinstieg vollzog und wie ihr typischer Arbeitsalltag aussieht. Dabei erhielten die Zuhörer bereits wertvolle Hinweise zu den jeweiligen Unternehmen und hilfreiche Tipps für die Bewerbungen.

Danach folgte eine von Sebastian Pioch, Alumni-Beauftragter am Hamburger Standort, moderierte Podiumsdiskussion, bei der die Studierenden noch individuelle Fragen an die Alumni richten konnten. Interessierte konnten sich an diesem Abend auch gleich Stellenangebote für Werkstudenten-Jobs oder Praktika der jeweiligen Unternehmen mitnehmen.

Den Abschluss fand die Alumni-Veranstaltung in einem Get-together bei Fingerfood, Bier und Softdrinks, was die Gelegenheit für tiefergehende Gespräche und Networking bot.

 

Fachbereich Gesundheit & Soziales

Hamburg (kj) - Am 6. Mai berichteten die beiden akademischen Sprachtherapeutinnen Marie Theisen und Janina Lange in Hamburg über ihren Weg nach dem Studium. Gemeinsam mit dem Schirmherrn des ALUMNI NETWORK, Ludwig Fresenius, der Verantwortlichen des ALUMNI NETWORK, Kathrin Janisch, sowie Studierenden und Dozenten des Studiengangs Logopädie tauschten sich die beiden Alumnae aus.

Rückblickend weiß Marie Theisen, dass für sie Praktika und die Bachelorarbeit zu den wichtigsten Phasen des Studiums zählten. Sie riet den Studierenden bei der Wahl der Praktika auch interdisziplinäre Ansätze zu verfolgen und bspw. ein Praktikum in einer Einrichtung abzuleisten, in denen verschiedene Therapeutengruppen zusammenarbeiten. So ließe sich über den Tellerrand blicken und sich zugleich wertvolle Erfahrungen sammeln. Theisen nutzte aber auch die Semesterferien: so arbeitete sie in pflegerischen Bereichen, die nicht mit der Logopädie zusammenhingen, um, wie sie sagt, „Berührungsängste abzubauen“ und sich auf den „Alltag vorzubereiten“. Für ihre Bachelorabeit wählte sie ein berufspolitisches Thema, das sich mit den Verantwortungsbereichen von Logopäden befasst, die im europäischen Ausland und den USA oft wesentlich weiter gefasst seien als noch in Deutschland. Ein spannendes Thema, auch für die Praxis: So erhielt Marie Theisen die Gelegenheit, ihre Erkenntnisse auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie vorzustellen.
Der Berufseinstieg gelang ihr bereits während eines ihrer Praktika. Die Praxisleitung bot ihr an, direkt nach dem Studienabschluss einzusteigen. Marie Theisen  arbeitet noch heute dort. Grundsätzlich rät sie den Studierenden bei der Jobsuche kritisch zu sein und sich Behandlungskonzepte sowie Fördermaßnahmen des potentiellen Arbeitgebers genau anzuschauen. Als einen positiven Nebeneffekt des Berufslebens bewertet sie die Möglichkeit des Aufbaus eines eigenen Netzwerks aus Ärzten, Therapeuten verschiedener Disziplinen sowie Patienten. Diese Netzwerke seien sowohl für den beruflichen Austausch als auch das berufliche Weiterkommen sehr wertvoll! Die Studierenden sollten sich dessen bewusst sein und bereits während des Studiums innerhalb und außerhalb der Hochschule die sich bietenden Gelegenheiten zum Netzwerkaufbau nutzen. Darüber hinaus empfiehlt sie die Praktika zu nutzen, um auch mal Fehler zu machen und daraus zu lernen. Auch sei ein Praktikum im Ausland eine Überlegung wert, da Therapeuten dort oft ein anderes Standing hätten als in Deutschland – das sei eine spannende und interessante Erfahrung.
Neben ihrer Tätigkeit als Logopädin studiert Marie Theisen derzeit im Master Therapiewissenschaften in Idstein und steckt mitten in der Masterarbeit: „Der Master  bietet als Weiterqualifikation Perspektiven für ein Berufsleben in der Forschung oder im Ausland. Dafür istder Master klar ein Türöffner.“ Ihre Arbeit am Patienten möchte sie dennoch nicht ganz aufgeben – sie schätzt diese sehr und bestätigte nochmal: „die inhaltliche Vorbereitung auf das Arbeitsleben durch die Hochschule ist top.“

Die Praktika während des Studiums zu nutzen, um herauszufinden, was einem liegt und um einzugrenzen, welche Wege nach dem Studium für einen in Frage kommen, hält auch Janina Lange für sehr wichtig. Zu Beginn ihres Studiums stand für sie eigentlich schon fest, dass sie sich selbständig machen werde. Nach verschiedenen Praktika und Gesprächen mit Praxisinhabern zieht sie das nun aber nicht mehr in Betracht. Andersherum konnte sie sich während des Studiums auch nicht vorstellen, später im Bereich der Dysphagie (Schluckstörung) tätig zu werden – doch genau damit beschäftigt sie sich heute. Nach einer ersten Joberfahrung als Kindertherapeutin erkannte Janina Lange, dass sie das Therapiefeld wechseln wolle und arbeitet nun ein einem Pflege- und Therapiezentrum in Lüneburg.
Die Idee für das Thema ihrer Bachelorarbeit kam Janina Lange durch ihr persönliches Umfeld: sie kennt viele Lehrer, die über Stimmprobleme aufgrund der hohen Sprechbelastung klagen. Davon inspiriert, schrieb sie eine Arbeit mit dem Titel: „Stimmig unterrichten – Eine Analyse der Sprecherziehung im Lehramtsstudium aus logopädischer Sicht.“ Auch ihre Bachelorarbeit fand nach Fertigstellung ein größeres Publikum. Sie wurde in der Fachzeitschrift „Sprechen“ veröffentlicht und bekam viel positive Resonanz von verschiedenen Hochschulen: Diese fühlten sich durch die Arbeit in ihrer Meinung gestärkt, dass die Sprecherziehung einen höheren Stellenwert im Lehramtsstudium einnehmen müsse.
Auch sie gab den Studierenden mit auf den Weg, die Praktika zum Aufbau eines beruflichen Netzwerks zu nutzen. Dieses sei sehr wichtig und hilfreich. Ihre berufliche Zukunft sieht auch Janina Lange in einer Kombination aus Praxis und Forschung. Sie studiert ebenfalls im Master Therapiewissenschaften in Idstein und rät den Studierenden, den Arbeitgeber unbedingt über das Vorhaben zu informieren und mit ihm offen über entsprechende Arbeitszeitmodelle o.ä. zu sprechen.

Im Anschluss an die Erfahrungsberichte dauerte der Austausch bei Fingerfood noch lange an und die Studentinnen nutzten die Anwesenheit der beiden Alumnae für viele weitere Fragen.

In Verbindung bleiben.