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Alumni im Gespräch 2014

Zu den Berichten der Standort-Veranstaltungen:

Letzlich sei es doch immer wieder eine Frage des Netzwerks, die über beruflichen Erfolg entscheiden kann - so die einstimmige Meinung des diesjährigen ALUMNI NETWORK Erfahrungsaustauschs. Studierende aller Fachbereiche bekamen erneut die Möglichkeit, sich mit Absolventen auszutauschen und zu vernetzen. Die lebenslange Kontaktpflege im Beruflichen und Privaten sei neben der Qualität der Ausbildung besonders wichtig, betont Ehrenpräsident der Hochschule und Schirmherr des ALUMNI NETWORK Ludwig Fresenius: „Ich hatte ein Leben lang ein Netz und Leute, die ich fragen konnte."

Neun passionierte und engagierte Absolventen teilten gerne ihre Erfahrungen und ihre spannenden Werdegänge und gaben mit viel Begeisterung Tipps zum Berufseinstieg, zur beruflichen Weiterentwicklung sowie Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

12.05.2014
Fachbereich Gesundheit & Soziales

Als in eigener Praxis arbeitende Ergotherapeutin berichtete Tamara Schmitt über ihren Weg in die Selbstständigkeit. Nach Abschluss ihres Studiums nahm sie die Möglichkeit wahr, sich an einer Praxisgemeinschaft zu beteiligen und trotzte ihren Ängsten bezüglich einer solch frühen Selbständigkeit. Die Steine, die ihr durch Versicherungen und Behörden in den Weg gelegt wurden, räumte sie mit Fleiß und Einsatz aus dem Weg: „Wenn man sich einmal die ganze Arbeit gemacht hat, dann spielt es sich ein.“ Für einen reibungslosen Pfad in die Selbstständigkeit rät die Ergotherapeutin zu einer zeitnahen Anmeldung beim Deutschen Verband der Ergotherapeuten (DVE) und einem Steuerberater, der auf dem Gebiet spezialisiert ist.

Philipp Tibitanzl, leitender Physiotherapeut im Nordwest-Krankenhaus in Frankfurt am Main, beendete im Jahr 2003 als einer der ersten Absolventen des Bachelor-Studiengangs Physiotherapie sein Studium und führt heute ein Team von 30 Mitarbeitern aus der Physiotherapie, der Ergotherapie und der Logopädie. Als rein praktisch arbeitender Physiotherapeut fehlten Herrn Tibitanzl die Herausforderungen, weshalb er sich nach seinem Abschluss schnell in Richtung Forschung orientierte. Durch Netzwerke und Vitamin B kam er zur Stelle des leitenden Therapeuten in Frankfurt am Main und erfreut sich an der Interdisziplinarität des Teams: „Das macht die Therapeuten auch zufriedener, wenn sie ihren Leidenschaften nachgehen können.“ Von der Hochschule Fresenius fühlte er sich gut auf das Berufsleben vorbereitet und betont den großen Horizont, mit dem die Studenten aus dem Studium herauskommen: „Dieses Über-den-Tellerrand-denken bekommt man bei Fresenius mit.“

Elena Becker, akademische Sprachtherapeutin, arbeitet bei der Wicker-Klinik und fühlte sich von der Hochschule Fresenius gut auf ihren Berufsalltag vorbereitet. Im Anschluss an Ihren Bachelorabschluss wollte Sie sich akademisch weiterentwickeln und schloss das Masterstudium der Therapiewissenschaften an. Als berufsbegleitendes Studium waren viel Disziplin und Ausdauer notwendig, die aber gut investiert sind. Nach mehreren Jahren im Beruf stellt Frau Becker fest, dass durch „jedes Gespräch neue Erfahrungen“ gesammelt werden. Den Studierenden riet Frau Becker, sich nicht nach Therapieeinheiten, sondern nach Stunden bezahlen zu lassen.


Fachbereich Chemie & Biologie

Dr. Claudia Ley ist Buchlektorin im Bereich Chemie bei Wiley-VCH. Nach ihrem Abitur begann sie direkt mit dem Chemieingenieurstudium an der Hochschule Fresenius und verbrachte unter anderem auf Empfehlung von Professor Gros ein Praxissemester in Barcelona. Bei Dechema, einer Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, hatte sie die Möglichkeit ihre Promotion zu schreiben und verbrachte dafür viel Zeit im Labor. Als unumgänglich und besonders wichtig für den wissenschaftlichen Austausch in dieser Forschungsphase beschreibt sie die Kommunikation sowie die Kenntnisse der englischen Sprache. Während der Forschungsarbeit gab es für Frau Ley auch viele nicht reibungslos verlaufende Phasen, da Experimente manchmal nicht auf Anhieb funktionierten oder es zu Fehlschlägen bei Versuchen kam. Sie bereut jedoch keinen Schritt und ist begeistert von ihrer jetzigen Arbeitsstelle.

„Mit Fleiß und Sitzfleisch war das Studium machbar“, so Chemieingenieur Sebastian Lerg. Der heutige Laborleiter organische Synthese beim Chemischen Labor Dr. Petersen, der seinen Job über das Absolventennetzwerk fand, hat in Vorlesungen stets nachgefragt und nachgebohrt und wusste sehr genau, wo er beruflich landen will. Die Entscheidung nach dem Studium eine Zeit ins Ausland zu gehen, hat ihn nach eigener Aussage nach vorne gebracht und er lernte neue Blickwinkel kennen. Über die Bedeutsamkeit der englischen Sprache ist Herr Lerg sich mit Frau Dr. Ley einig: „Ohne Englisch geht nichts.“

Nadine Neuschäfer, Leiterin der Produktsicherheit bei Chemetall, wollte ihr Praxissemester im Studium unbedingt in Amerika absolvieren. Über ihr privates Netzwerk war es möglich sich einen Praktikumsplatz in Santa Barbara zu organisieren. Frau Neuschäfer betont, dass es wichtig sei, sich weder durch fehlgeschlagene Versuche noch durch Sonntage im Labor entmutigen zu lassen: „Man darf nie aufgeben.“ Durch ihren Austausch mit Ehemaligen und anderen Firmen sowie im Speziellen mit Professor Gros konnte Frau Neuschäfer den Kontakt zu ihrem jetzigen Arbeitgeber herstellen. Im gleichen Zuge gab sie den Studenten aber auch mit auf den Weg, dass Vitamin B sehr gesund sei – beweisen müsse man sich dann eh selbst.

22.05.2014
Fachbereich Wirtschaft & Medien

Moritz Körner ist im Key Account Management der Lufthansa Cargo tätig und betreut dort verschiedene Großkunden. Bereits ein Praktikum während des Studiums absolvierte er bei Lufthansa Cargo in Wien. Hier entstanden erste Kontakte. Das dritte und vierte Semester seines Studiums verbrachte Herr Körner in Köln an der Hochschule Fresenius, bevor er im fünften insbesondere wegen des Schwerpunkts ‚Interkulturelles Management‘ wieder nach Idstein zurückkam. Seine Diplomarbeit schrieb Herr Körner ebenso bei Lufthansa Cargo und hatte so einen wichtigen Schritt für seine weitere Karriere bei Lufthansa Cargo getan. Netzwerke knüpfen und Leute kennenlernen ist seiner Erfahrung nach sehr hilfreich: „90 Prozent geht über Kontakte!“.

Patrick Herwarth von Bittenfeld schloss sein Studium der Betriebswirtschaft 2006 mit Schwerpunkt Medienwirtschaft ab und konnte sich nicht vorstellen, einmal in der Bankenbranche zu arbeiten. Heute ist er Pressesprecher der ING DiBa und fühlt sich sehr wohl damit. Während seines Studiums absolvierte er verschiedene Praktika im Medien- und Musikbereich. Zunächst hatte sich Patrick Herwarth von Bittenfeld bei den großen Dax-Unternehmen beworben, was zu nichts als Absagen führte. Er orientierte sich um, bewarb sich bei kleineren Unternehmen und kann heute sagen, dass es gut so war und er dadurch „unheimlich viel gelernt“ hat. In den letzten Semestern seines Studiums kam er als Praktikant zur ING DiBa und war anschließend weiter als Werkstudent tätig. Das Angebot, doch zu bleiben, folgte.

Im Anschluss an den Erfahrungsaustausch nutzten alle Anwesenden die Gelegenheit, sich bei einem Imbiss in gemütlicher Atmosphäre weiter auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Unter dem Motto „Wie werde ich mein eigner Boss? Vier Alumni, vier Wege, ein Ziel“ hatte Sabine Gatzen, Beauftragte des ALUMNI NETWORK der Hochschule Fresenius, jetzt in Köln zum Erfahrungsaustausch mit anschließendem Networking & Chill-out eingeladen. Felix Bauer, Gründer der Firma Warenkorb, Moderator Aljoscha Höhn und Christian Ulitzka von Unidesq berichteten den Studierenden, wie sie den Weg in die Selbstständigkeit geschafft haben. Auch Ludwig Fresenius, Ehrenpräsident der Hochschule und selbst erfolgreicher Unternehmer, war in den Kölner MediaPark gekommen, um mit den Studierenden und Alumni ins Gespräch zu kommen.

„Ich habe mein ganzes Leben nichts anderes gewollt, als selbstständig zu sein.“ Ganz wichtig ist, dass Sie sich als Gründer mit anderen austauschen“, erklärte Ludwig Fresenius den Studierenden einen Teil seines Erfolgsrezepts nach der kurzen Vorstellungsrunde.

Dass es weder ein Gründungsgen noch den typischen Gründertyp gibt, darüber waren sich die drei ehemaligen Studierenden der Hochschule Fresenius einig. „Die Zusammensetzung des Teams zählt am Anfang“, machte Felix Bauer deutlich, worauf es für ihn ankommt. Schon während seines Studiums an der Hochschule Fresenius gründetet er sein Unternehmen Warenkorb, in dem er mittlerweile mehrere Angestellte beschäftigt. „Kleine Ideen lassen sich auch mit kleinem Geld umsetzten“, ermunterte er die  Studierenden. „Erfolg beruht meines Erachtens vor allem auf einem gut funktionierenden Netzwerk. Nutzt die Kontakte, die ihr hier knüpft“, gab Aljoscha Höhn dem wissenschaftlichen Nachwuchs mit auf den Weg. Der Moderator nahm mit 16 Jahren an einem Casting teil. Damals wurde ein Model für eine Jugendmesse gesucht. Die Jury entschied sich für Aljoscha Höhn, der nicht nur das Gesicht der Messe wurde, sondern auch eine Moderation gewann. Damals bei seinem Auftritt auf der Bühne habe zufällig jemand von Super RTL im Publikum gesessen, erinnerte er sich an die ersten Schritte auf dem Weg vor die Kamera. Aus jedem Engagement habe sich im Laufe seiner Karriere ein neues Jobangebot entwickelt, so der Moderator. Christian Ulitzka von Unidesq arbeitete nach dem Studium bei einem Startup. Als dieses aufgekauft wurde, entschloss er sich für den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich habe erst das Produkt verkauft und es anschließend entwickelt“, sagte der erfolgreiche Unternehmer. In dem Unternehmen, in dem er nach dem Studium arbeitete, hätten zehn Programmierer Produkte entwickelt, die am Ende niemand brauchte. „Also habe ich den Spieß umgedreht“, erklärte der erfolgreiche  Gründer den Studierenden sein persönliches Erfolgsrezept.

Vor allem die Studierenden des Masterstudienganges Media Management & Entrepreneurship nutzten beim anschließenden Networking und Chill-out in der Cafélounge der Hochschule Fresenius die Möglichkeit, mit den erfolgreichen Alumni ins Gespräch zu kommen.

Mehr über die Alumni und ihre Firmen:
Felix Bauer, Warenkorb
Aljoscha Höhn, Moderation
Christian Ulitzka, Unidesq

Das ALUMNI NETWORK der Hochschule Fresenius München hatte am 20.05.2014 zum Erfahrungsaustausch in München eingeladen. Vier Alumni kehrten an ihre Alma Mater zurück und berichteten den Studierenden über den Jobeinstieg, ihre Unternehmen und Positionen. Zusätzlich gaben sie den Studierenden hilfreiche Tipps für den Einstieg in das Berufsleben.
In welchem Unternehmen möchte ich arbeiten? Wie habe ich den Job bekommen? Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? Unter anderem diese Fragen beantworteten die Alumni Adrian Meier, Janic Güthlin, Oliver Keim und Stefan Ruf im Rahmen des Erfahrungsaustausches an der Hochschule Fresenius München.

Die vier ehemaligen Studierenden haben den Einstieg ins Berufsleben nach ihrem Abschluss erfolgreich gemeistert. Diese Erfahrungen, Tipps und Tricks gaben sie nun an Studierende weiter.

Adrian Meier arbeitet bei Plan.Net Connect der Serviceplan Gruppe und berichtete von seinem Agentur-Alltag. Er bestätigte die Klischees der Agenturlebens: viel Arbeit, wenig Geld, hoher Druck. „Wieso ich es trotzdem mache? Weil ich es liebe“, so Meier im Gespräch mit den Studierenden.
Stefan Ruf ist beim TV-Sender ProSieben tätig. Er riet seinen Zuhörern, möglichst viele Praktika zu absolvieren. So könne man herausfinden, was einem wirklich Spaß macht.

Janic Güthlin kam durch einen Dozenten, der bei der Allianz tätig war, an seinen Job bei dem Versicherungskonzern. Durch die Praxisprojekte, an denen er während seiner wissenschaftlichen Ausbildung teilnahm, wurden ihm verschiedene Jobs angeboten. Bewerbungen schreiben brauchte Janic Güthlin nach dem Studium nicht.

Oliver Keim gründete sein eigenes Unternehmen Selection Club und sprach mit den Studierenden über seinen Schritt in die Selbstständigkeit. Er erinnerte sich daran, wie ihm der erste Erfahrungsaustausch mit Alumni die Augen öffnete, welche Bedeutung funktionierenden Netzwerken zukommt.
Obwohl die Alumni nach dem Studium unterschiedliche Wege in das Berufsleben wählten. In einem Punkt waren sich die Referenten einig: Ein gutes Netzwerk ist immer hilfreich.

Die Gastredner riefen dazu auf stets zu netzwerken, viele Praktika zu absolvieren, um so bereits während des Studiums den späteren Berufseinstieg vorzubereiten. Dieser goldenen Regel konnte Ludwig Fresenius, Ehrenpräsident der Hochschule Fresenius, nur beipflichten.

Im Anschluss an den Alumni-Erfahrungsaustausch fand das Chill-out statt. Hier konnten die Studierenden gleich Gelerntes in die Tat umsetzen und networken.

Katharina Neumann (BMW Hamburg), Marc-Sebastian Depta (Ebner Stolz), Melanie Heyne (EOS-Grp.) und Allyssa Ullrich (Warner Bros. Entertainment) waren der Einladung des ALUMNI NETWORK der Hochschule Fresenius zum Erfahrungsaustausch gefolgt und kehrten an ihre Alma Mater zurück. Die vier Ehemaligen berichteten den Studierenden in Hamburg unter anderem von ihrem Jobeinstieg nach Abschluss des Studiums und beantworteten die Fragen des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Rund 30 Studierende und mehrere Dozenten waren in das Audimax des Hamburger Standorts gekommen. Gespannt hörten sie den Alumni zu, die zunächst sich selbst vorstellten und anschließend erklärten, wie sie nach dem Studium erfolgreich den Schritt ins Berufsleben meisterten.

Melanie Heyne sicherte sich ihren Job bei der EOS-Grp. ganz ohne Bewerbung. Nach einem Praktikum arbeitete sie als Werkstudentin für das Unternehmen, in dem sie auch ihre Bachelorarbeit verfasste. Schließlich war sie so wertvoll für das Unternehmen geworden, dass sie direkt ein Jobangebot bekam. „Ihr solltet die Chance nutzten, durch Praktika einen Fuß in das Unternehmen zu bekommen“, gab sie ihren Zuhörern mit auf den Weg.


Auch Allyssa Ullrich kam durch Praktika während und nach dem Studium zu einer Festanstellung bei Warner Bros. Entertainment. Ihr Tipp für die Studierenden: „Jede Bewerbung sollte sich durch etwas Besonderes auszeichnen, um sich so von denen der Mitbewerber abzuheben.“ Zudem erfuhren die Studierenden, dass sich Ullrich bei ihrem Arbeitgeber um die komplette Vermarktung von Filmproduktionen bis zum Kinostart kümmert.


Katharina Neumann arbeitet für den Autohersteller BMW. Für ihre Marketingaktivitäten haben ihr die Einblicke, die sie zu Studienzeiten während eines Agenturpraktikums sammelte, sehr geholfen. Sie wisse aus eigener Erfahrung wie die Abläufe in einer Agentur funktionieren. Dies sei für ihre Tätigkeit von Vorteil. Für ihren derzeitigen Job sei ihr nicht nur ein Praktikum bei BMW zu Gute gekommen. Beim Bewerbungsgespräch überzeugte die Personaler auch, dass Neumann einst für einen Konkurrenten arbeitete.
Marc-Sebastian Depta gefällt bei seinem Job als Wirtschaftsprüfer vor allem, dass er meist für drei bis vier Wochen in einem Unternehmen arbeitet und so die Möglichkeit hat, viele Firmen kennenzulernen. Dies sei für seinen Job sehr wichtig. „Ich kann kein Unternehmen prüfen, wenn ich nicht weiß, wie es funktioniert.“

Die bunte Mischung aus Medienunternehmen, Wirtschaftsprüfung und einem Finanzdienstleister sorgte dafür, dass die Studierenden viele neue Eindrücke gewannen.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion entlockte Moderator Sebastian Pioch den Alumni weitere wertvolle Tipps zum Berufseinstieg. Die Studierenden nutzten am Ende der Veranstaltung auch selbst die Möglichkeit, den Alumni Fragen zu stellen und sich danach bei Fingerfood und Getränken zu vernetzen.

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