Feedback
Empfehlen

Alumni im Gespräch 2013

Auch in diesem Jahr fand wieder der vom ALUMNI NETWORK initiierte Erfahrungsaustausch in Idstein, Köln, Hamburg und München statt.

Bei einigen Veranstaltungen wurden die Teilnehmer sogar mit einer Ansprache von Herrn Ludwig Fresenius, Ehrenpräsident der Hochschule Fresenius und Schirmherr des ALUMNI NETWORK, persönlich begrüßt. Er betonte, dass die Einbindung der Alumni in die Hochschule für ihn „äußerst wichtig und das ALUMNI NETWORK eine persönliche Herzensangelegenheit“ ist.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurden beim Get-together mit Freigetränken und Snacks noch lange Gespräche mit den Ehemaligen geführt. So hatten die Studierenden die Möglichkeit auch außerhalb der großen Runde individuelle Fragen zu stellen. Zudem wurden Visitenkarten ausgetauscht und Praktikumsplätze und Werkstudententätigkeiten weitergereicht.

„Der Erfahrungsaustausch ist immer eine tolle Gelegenheit um aus erster Hand Tipps und Hilfestellungen für den Berufsstart zu erhalten. Gerade für mich als Student des 5. Semesters waren die Einblicke und anschließenden persönlichen Gespräche sehr interessant, da auch bei mir in absehbarer Zeit der Berufseinstieg ansteht“, so Jan Fahrenkrug.

Zu den Berichten der Standort-Veranstaltungen:

In der selben Woche, am 23. Mai 2013, wurden in Hamburg Absolventen empfangen. Mit der Aussage „Steuern sind gar nicht so uninteressant“, eröffnete Jennifer Rose, Absolventin Betriebswirtschaft, Bachelor Vollzeit, die Veranstaltung. Denn bei Price Waterhouse Coopers beschäftigt sich die Absolventin den ganzen Tag mit diesem Thema. Teamarbeit und ein inten-
siver Kontakt mit Kunden hat bei der pwc höchste Priorität. Zu der zahlenlastigen Tätigkeit kommt somit eine gute Abwechslung durch intensiven Kundenkontakt und Reisetätigkeiten hinzu. Das warf natürlich die Frage auf, ob das Klischee, bei Unternehmensberatungen wird bis spät in die Nacht gearbeitet, stimmt. „Es gibt natürlich solche Phasen in der „Peak Season“, dafür kann man die Überstunden aber wieder abfeiern“, so Frau Rose, „ein Kollege von mir geht beispielsweise im Sommer drei Monate in den Urlaub.“ Man muss also Durchhaltevermögen mitbringen, macht aber nichts umsonst. Den interessierten Studierenden riet Sie außerdem, dass der beste Einstieg bei pwc über ein Traineeship oder Praktikum funktioniert, denn viele Kollegen sind, wie auch Jennifer Rose, dadurch an eine Festanstellung gekommen. Zwei Stellenausschreibungen hatte Sie auch direkt, exklusiv für die anwesenden Studierenden, dabei.

Bei dem Hamburger Traditionsunternehmen MontBlanc arbeitet Bernd Kruschewski, Absolvent Betriebswirtschaft, Bachelor Vollzeit, im Bereich Controlling/Logistik. Zuvor absolvierte er eine Ausbildung bei Procter & Gamble und merkte dadurch gleich, dass ihm die Arbeitsweise in Großunternehmen zusagt. Dieser Linie blieb er während des Studiums treu und arbeitete nebenher bei adidas. Für ein Praktikum bei Beiersdorf legte er ein Urlaubssemester ein. Während seiner Orientierungsphase im 5. Semester schaute er nach Stellenangeboten. Die erste Bewerbung schickte er an MontBlanc, wurde angenommen, schrieb die Bachelor-Arbeit im Unternehmen und ist seit knapp einem Jahr dort tätig. Sein Rat in Bezug auf die Bewerbungsphase war, sich

Sechs passionierte und engagierte Absolventen teilten gerne ihre Erfahrungen und ihre spannenden, und nicht immer linear verlaufenden Werdegänge mit den Studenten und Dozenten der Hochschule Fresenius. Darüber hinaus gaben sie mit viel Begeisterung Tipps zum Berufseinstieg, zur beruflichen Weiterentwicklung sowie Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

Fachbereich Gesundheit & Soziales

Annika Beer (Ergotherapie) arbeitet bei der Asklepios Neurologischen Klinik Falkenstein und lehrt an der Hochschule Fresenius. Als Dozentin freut sie sich, ihre Begeisterung für die Ergotherapie an die Studenten weiter zu geben. Rückblickend weiß Annika Beer, dass Theorie und Praxis zu Beginn des Berufslebens divergieren, man sich davon aber nicht abschrecken lassen darf. Hervorgehoben hat sie die Studieninhalte, die viele Bereiche abgedeckt und ihr ein solides Wissen vermittelt haben. Sie schätzt, dass bereits während des Studiums interdisziplinär gearbeitet wurde, da dies im Berufsleben von großer Bedeutung sei. Hinsichtlich der beruflichen Zukunft der Studenten ist sie positiv gestimmt, da die Wissenschaftlichkeit der Therapieberufe weiter voran schreite und weiterhin Akademiker gesucht würden.

„Das Schönste was passieren kann, ist durch die Therapie Veränderungen beim Patienten beobachten zu können“, so Kathrin Alexander (Logopädie). Sie arbeitet in der Praxis für Logopädie, Vera Dörhofer-Plock und hat sich zusätzlich für ein weiteres Studium entschlossen. Sie studiert derzeit den berufsbegleitenden Master in Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius und stellt fest, dass sich ihr Horizont dadurch stark erweitert. Durch die Unterstützung ihres Arbeitgebers schafft sie auch die Doppelbelastung gut. Im Hinblick auf den Berufseinstieg riet sie den Studenten Initiative und den eigenen Wert zu zeigen. Wichtig sei dabei vor allem aber auch, authentisch zu bleiben.

Falko Werner (Physiotherapie) ist Teilhaber der Praxis „Physiotherapie am Rathenauplatz“ und brachte Aspekte der Selbständigkeit in die Runde ein – insbesondere erläuterte er den Studenten, worauf Arbeitgeber bei der Einstellung von Personal achteten und betonte die Wichtigkeit klarer und reeller Vorstellungen in Bewerbungsgesprächen. Gelegenheiten, Bewerbungsgespräche zu üben, sollten auf jeden Fall genutzt werden. Darüber hinaus forderte er die Studenten auf, Netzwerke aufzubauen, um auf Kontakte zurückgreifen zu können!

Fachbereich Chemie & Biologie

Tamara Schmidt (Chemie) arbeitet bei der Firma Kreussler in der Forschung und Entwicklung Textilchemie. Als gelernte Bankkauffrau gelang Sie erst über Umwege zur Chemie, empfand dies aber nie als Nachteil. Wer letztlich einen stringenten Lebenslauf vorzuweisen hat, braucht sich über ‚Brüche‘ keine Sorgen zu machen. Sie empfahl den Studenten die Semesterferien unbedingt für Praktika zu nutzen und dabei möglichst Einblicke in unterschiedliche Bereiche zu erhalten. Praktika bei Firmen mit großem Namen seien besonders hilfreich, da diese sich im Lebenslauf gut machen. Darüber hinaus gab Frau Schmidt viele weitere Tipps zum Thema Bewerbung und vermittelte den Studenten zusätzlich einen guten Eindruck vom Arbeiten in einem mittelständischen Unternehmen, das manchmal bedeute „Mädchen für alles“ zu sein, aber auch den Vorteil mit sich bringe, an Projekten von Anfang bis Ende beteiligt zu sein.

Andreas Motsch (Chemie) arbeitet in der Verpackungsentwicklung bei Procter & Gamble (P&G) und konnte diese Ausführungen wunderbar aus Sicht eines amerikanischen Global Player ergänzen. P&G ermöglicht seinen Mitarbeitern interne Wechsel, sodass das Kennenlernen verschiedener Bereiche und eine interne Weiterentwicklung problemlos möglich ist.
Ähnlich wie Herr Werner betonte auch Herr Motsch, dass es sehr wichtig sei, Bewerbungsgespräche zu üben – die Fähigkeit sich selbst verkaufen zu können dürfe nicht unterschätzt werden. Mindestens so bedeutend sei aber auch, sich seiner Fähigkeiten bewusst zu sein und diese realistisch einzuschätzen. Zur Unterstützung bei der Jobsuche riet auch Herr Motsch Kontakte zu nutzen bzw. sich ein Netzwerk aufzubauen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Beitrag von Astrid Theils (Chemie). Frau Theils ist Leiterin der Abteilung Genehmigungen Abfall & Gewässerschutz bei Merck und entschloss sich nach mehreren Jahren im Beruf nochmal berufsbegleitend zu studieren. Sie wies auf die Schwierigkeiten und Herausforderungen hin, Arbeit, Job und Privatleben unter einen Hut zu bekommen, erklärte jedoch, dass die Hochschule Fresenius maßgeblich daran beteiligt war, ihr und ihren Kommilitonen eben das zu ermöglichen. Frau Theils riet den Studenten, sich die eigenen Fähigkeiten und die eigenen Ziele bewusst zu machen. Oft seien auch Spezialisierungen in einem Bereich hilfreich, da sich dadurch Nischen besetzen lassen könnten.

Im Anschluss wurde bei einem Imbiss weiter diskutiert und sich ausgetauscht. Sowohl die Studenten als auch die Referenten lobten die Veranstaltung sehr; erfreulich war dabei, dass beide Seiten etwas für sich ‚mitnehmen‘ konnten. Insbesondere die Studenten freuten sich über die Gelegenheit, Herausforderungen und Chancen der Berufswelt so persönlich und ehrlich diskutieren zu können.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe machte der Kölner Standort am Dienstag, den 21.5.2013. Nach dem Motto „Ladies first“ machte Sarah Johannsen Roth (Absolventin Medienwirtschaft, Diplom berufsbegleitend) den Anfang. Als gelernte Informatikkauffrau bei der Deutschen Welle wechselte sie daraufhin in die Medienbranche. Außerdem arbeitete sie u.a. bei Ströer und als Business Development Manager bei curits newton, einem Venture Capitalist, wo sie auch heute noch tätig ist. Sie stellte den Studierenden die Pros und Cons von Großunternehmen und Mittelständlern dar. Das berufsbegleitende Studium lehrte sie u.a. ein gewisses Durchhaltevermögen zu entwickeln und Belastbarkeit zu trainieren: „Auch schlechte Erfahrungen bringen weiter. Es gab niemanden in meinem berufsbegleitenden Kurs, der nicht mal durch eine Prüfung gefallen ist. Mein Tipp ist daher immer positiv zu denken und aus den Erfahrungen zu lernen“. Aufgrund ihrer vielfältigen Berufserfahrungen konnte sie zahlreiche Tipps für das Studium und die Bewerbungs-
phase an die Studierenden weitergeben.

Mark-Andre Kreutz, Absolvent Wirtschaftsrecht, Bachelor Vollzeit, berichtete über seinen Einstieg bei KPMG. Nach seinem Master-Abschluss Anfang des Jahres und einem Trainee Programm bei KPMG, hat er nun eine feste Anstellung am Standort Frankfurt im Bereich Mergers & Acquisitions Tax & Financial Services bekommen. Schon während des Studiums hat er früh und intensiv praktische Erfahrungen erlangt. Sein Tipp:„ Meine Kontakte beruhen auf Kontakten der Hochschule Fresenius. Ich empfehle euch daher das Netzwerk der Hochschule zu nutzen“. Ein gutes Netzwerk ist für ihn das A und O, um direkt in ein Unternehmen vermittelt zu werden. Immer wieder tauchte auch die Frage nach der Notwenigkeit eines Master-Abschlusses auf. Diese Frage konnte nicht klar mit einem „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden, doch scheint ein höherer Abschluss bei vielen Großunternehmen eher relevant zu sein, als bei kleinen Unternehmen. Daher wurde betont, dass man sich frühzeitig klar machen sollte, wo man hin möchte, wo die Präferenzen liegen und durch Praxiserfahrungen auszutesten, ob ein Klein- Mittel- oder Großunternehmen besser zu einem passt.

Desweiteren durften die Teilnehmer einem spannenden Bericht eines Business Administration Absolventen folgen, der bei einer sehr bekannten Marke arbeitet. Aus Unternehmenspolicy-Gründen darf jedoch nicht darüber berichtet werden.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe „ALUMNI im Gespräch“ am Standort München, am 28. Mai 2013, machte Andreas Früh. Nach seinem Bachelorstudium der Wirtschaftspsychologie, welches er 2012 beendete, ist er nun Online Marketing Specialist bei eviom.

Ganz ehrlich gestand er den Zuhörern, dass er während seines Studiums Praktika und Auslandserfahrung für überflüssig hielt. Er wollte sein Studium lieber ohne Unterbrechungen zügig abschließen. Dies bereut er jetzt zu tiefst. Nachdem er zahlreiche Bewerbungen schrieb und dabei auf den harten Boden der Realität geholt wurde, ist er mittlerweile überzeugt davon, dass man jegliche Möglichkeiten während des Studiums nutzen sollte, um sich praktisch weiterzubilden. Erst diese praktische Erfahrung in Verbindung mit dem Wissen aus dem Studium ist die perfekte Vorbereitung für das Berufsleben und hebt einen aus der Masse der Absolventen hervor.

Nachdem er seine praktische Erfahrung etwas weniger komfortabel und ohne Studentenstatus nach seinem Studienabschluss nachholen musste, ist er heute Online Marketing Speicalist bei eviom. eviom ist eine auf Online Marketing spezialisierte Unternehmensberatung, welche zusätzlich ebenfalls eine ganzheitliche Strategieentwicklung sowie operative Service-Leistungen anbietet.

Andreas Früh beschreibt den Studierenden wie er hier seine Berufung gefunden hat. Das Start-up Unternehmen sei genau für ihn gemacht. Hier kann er seine Persönlichkeit ausleben und vollkommen aufgehen. Zwar ist das Beratungsleben manchmal sehr anstrengend, dafür macht ihm sein Job Spaß, er kann unbürokratisch und dynamisch arbeiten und hat schnell Projekte mit Vollverantwortung übernehmen können. In dem jungen Start-up Unternehmen ist er vor allem für die Betreuung von Großkunden im Bereich Search Engine Optimization (SEO) zuständig und optimiert organische, natürliche Suchergebnisse.

Nachdem er den Studierenden seinen Berufsalltag etwas näher brachte, hatte er sogar noch ein Jobangebot mit dabei. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.eviom.com

Der zweite geladene Redner an diesem Abend war Robin Sudermann, Absolvent der Hochschule Fresenius Köln. Er berichtete von seinem Werdegang, welcher den Weg in die Selbstständigkeit aufzeigt.

Nachdem Robin Sudermann sein Betriebswirtschafsstudium an der Universität in Bielefeld aufnahm, merkte er recht schnell, dass dieses Studium nicht das Richtige für ihn war und schrieb sich 2005 für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Fresenius Köln ein. Neben seinem Studium zeigte er immer Engagement, machte Praktika und hatte diverse Nebenjobs. Hierdurch hatte er die richtigen Kontakte und  stolperte in ein Fachpraktikum. Robin Sudermann rät den Studierenden, sich nicht auf Vitamin B zu verlassen, sondern sich selbst zu engagieren und viel zu netzwerken. Wichtig ist es auch, sich Fehler einzugestehen. Robin Sudermann gab zu, dass er viele Fehler gemacht hat, allerdings hat ihn jeder einzelne Fehler schlauer gemacht.

Nachdem Robin Sudermann seinen Bachelorabschluss in der Hand hatte, übernahm ihn das Praktikumsunternehmen und er absolvierte nebenbei an einer Fernuniversität sein Masterstudium. Allerdings war Robin Sudermann immer ein engagierter Mitarbeiter und Student und so beschloss er 2010, nach seinem Studium,  gemeinsam mit Freunden eine eigene Firma aufzubauen.

In einem Monat geht Talents Connect online. Talents Connect ist das Ergebnis von Sudermanns Bewerbungserfahrungen. Hierbei handelt es sich um ein Onlineportal, welches - wie bei einer Partnervermittlung - den richtigen Job mit der richtigen Person zusammenführt. Anhand eines Fragebogens müssen Unternehmen ihre ausgeschriebenen Stellen genauestens beschreiben und auch zu Charakteristika der gewünschten Mitarbeiter Aussagen machen. Auf der anderen Seite bewertet auch der Jobsuchende seine Jobwünsche und -erwartungen. Nach einem bestimmten Punktesystem werden die Jobprofile messbar und der Jobsuchende kann direkt ablesen wie hoch sein „Fit“ mit dem Jobangebot ist. Dies soll Stellen transparenter gestalten und Jobsuchenden die Möglichkeit bieten, den Job zu finden, der auch zu ihnen passt – eben den Traumjob  – wie auch Andreas Früh und Robin Sudermann.

Obwohl die Werdegänge von Robin Sudermann und Andreas Früh sich deutlich unterscheiden, so haben sie doch einen Rat an die Studierenden: Als Student sollte man die Chance nutzen, so viele Erfahrungen wie nur möglich zu sammeln und viele Kontakte zu knüpfen, denn am Ende des Studiums muss man sich nur auf sich selbst verlassen.

Nähere Informationen zu Talents Connect unter: www.talents-connect.com

Impressionen

In Verbindung bleiben.